Der Name der Straße

Kleinharnscheidt

17.04.2026 46 min Hans Schwichow

Zusammenfassung & Show Notes

Kleinharnscheidt. - Was man zu einem so unscheinbar wirkenden Straßennamen alles finden kann; zwischendurch gibt es KI generierten Stadion-Punk und zum Ende hin tritt dann doch noch eine Person mit einem in der Weltgeschichte bekannten Namen auf. Ach ja, einen nachträglichen Bewerber für einen Eurovision Song Contest in den 80ern gibt es in den Outtakes.
 

Literaturliste:
 
„Essener Straßen“, herausgeben von Stadt Essen und Historischer Verein für Stadt und Stift Essen e.V., begründet von Erwin Dickhoff, Klartext Verlag Essen, 2015
Auf den Seiten 22 und 200 finden sich die verwendeten Zitate und Informationen.
 
Zu Flur und Flurnamen:
9.4.26
 
9.4.26
 
9.4.26
 
Ulrich Scheuermann: Flurnamen und Konsorten
 
Dittmaier, Heinrich
Rheinische Flurnamen
Herausgeber, LVR
1963
 
Hier gibt es die besprochenen Luftbilder und Landkarten zu sehen:
 
Um hier was finden zu können, muss ich wohl lernen besser mit alten (Hand-)Schriften klar zu kommen, viel Spaß macht das Stöbern, auch in deren Online Archiv, aber auch so schon:
 
 
Der Link zum Findbuch 800:
 
 
Die Zeitungsauschnitte stammen von
 
 
und hier der zum Landerwerb von Herrn Krupp:
 
In Sachen Musikproduktion habe ich auf die KI Suno zurückgegriffen, denn als jemand, der noch nicht mal weiß, was Akkorde sind, kann ich jeden Urzeitpunker in Sachen musikalische Fertigkeiten unterbieten.
 
Chat GPT hat auch irgendwie mitgewirkt.
 
Besonderer Dank gilt den Hüsgens, übrigens nicht verwandt mit der hier alteingesessenen Bauernfamilie.
Das ganze Gespräch über den Kleinharnscheidt, und auch ein Gespräch, das Frau Hüsgen vor und ihr mittlerweile verstorbener Mann vor einigen Jahren mit mir über ihr Leben geführt haben könnt ihr in meinem Podcast Ruhrtal hören. Die Folgen #76 – polterig und für das ältere Gespräch #22 – jetzt sind wir praktisch die letzten könntet ihr etwa auf www.ruhrtal.letscast.fm
ansteuern.
 
 
 
Rückmeldungen sind möglich unter
 
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Transkript

Hallo, mein Name ist Hans und den Namen dieses Podcasts habt ihr gerade einige Male gehört. Im ersten jemals von mir produzierten Song. Naja, einen nicht unwesentlichen Anteil an dessen Entstehung hatte die Musik-KI Suno. Aber der Text ist von mir. Es geht hier also um die Namen von Straßen. Und da ich sehr ungern reise, werden das Straßen in meiner näheren Umgebung, also im Essener Süden, und vorrangig im Essener Stadtteil Fischlaken sein. Zunächst erklärt uns jetzt ChatGPT den Weg zum Kleinharnscheidt, also zu der Straße, um die es in dieser Folge eigentlich geht. Ich habe die KI gebeten, wie ein Navigationsgerät zu beschreiben, wie man als Fußgänger von der zentralen Haltestelle Am Schwarzen aus dorthin, also zum Kleinharnscheidt kommt.
Vale
00:01:15
Starte an der Bushaltestelle Am Schwarzen in Fahrtrichtung Velbert.
Hans
00:01:20
Und jetzt stellt euch mal vor, es gibt keine Straßennamen.
Vale
00:01:24
Gehe entlang der Hauptstraße, bis du eine Fußgängerampel erreichst. Dort überquerst du die Straße nach links, gehst dann erneut nach links.
Hans
00:01:33
Bis hierher geht`s, zumal die sogenannte Haupt eigentlich Heidhauser Straße heißt. Aber was macht der Navi ohne Straßennamen, ab jetzt?
Vale
00:01:44
Nun folgst du der Fischlaker Straße geradeaus. Gehe weiter, bis du den Eingang der Straße Kleinharnscheidt erreichst. Dort endet dein Weg.
Hans
00:01:54
Bis wenige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg gab es hier in Fischlaken natürlich Wege. Wohl auch schon solche, die man als Straßen bezeichnen konnte. Aber Namen hatten die keine. Ich zitiere aus dem Vorwort, welches Erwin Dickhoff für das Buch Essener Straßen verfasst hat. Und er bezieht sich auf die Bürgermeisterei Werden - Land, zu der Fischlaken damals gehört hat, wenn er sagt, die Gemeinde habe aufgrund ihres ausgesprochen ländlichen Charakters verhältnismäßig spät eine amtliche Straßenbenennung eingeführt. Nach gründlicher Vorbereitung wurden am 2.6.1922 für das ganze Gemeindegebiet 86 Straßennamen festgesetzt und die bis dahin gültige Nummerierung der Gebäude nach Bauernschaften wurde aufgegeben. Tatsächlich findet man in Registern der Gemeinde aus der Zeit davor Zeilen wie Wohnhaft in Fischlaken 16 ein Viertel.
Vale
00:03:01
Dort endet dein Weg.
Hans
00:03:03
Ja, ja, gut. Das Navi könnte uns heute anhand von GPS-Daten auch zu so einer Adresse hinführen. Fischlaken 16 ein Viertel. Aber wie haben sich die Menschen vor dem 2.6.1922 hier orientiert? Kleinharnscheidt gehört zu den 86 Straßen, die damals benannt worden sind. Bei dieser Benennung hat man, so wie bei vielen anderen der 86 Straßen, einem Flurnamen übernommen. Eure Wohnung hat wahrscheinlich einen Flur. Die Flur bezeichnet hingegen ein meist offenes Stück Fläche in der Landschaft. Sehr kleine Teile dieser Landschaft, Lehmböden, wurden dereinst festgestampft und so zu Fußböden und Vorräume mit derartigen Fußböden wurden dann später zum Flur. So erklärt sich die gleiche Worterkunft, nämlich das mittelhochdeutsche Fluor, womit eine ebene Fläche bezeichnet wurde. Mit Flurnamen werden kleine und kleinste geografische Einheiten benannt, offene, kleinräumige Flächen in der Landschaft, wie etwa Weiden, Wiesen und Äcker. Flurnamen teilen das Gelände ein und tragen damit zur Orientierung und Identifizierung bei. Flurnamen erfüllen diese Funktion in einem begrenzten, landwirtschaftlich geprägten Gebiet. Sie werden lange Zeit nur mündlich und in der jeweils ortsüblichen Mundart gebraucht. Ein Bauer konnte also einem anderen sagen, er möge seine leeren Milchkannen bitte am Kleinharnscheid zum Abholen bereitstellen. Nur das Kleinharnscheidt, damals keine Straße, sondern ein kleiner Teil der Landschaft, ein Gebiet war, etwa da, wo heute die Straße Kleinharnscheidt, die nach diesem Gebiet, nach dessen Flurnamen benannt wurde, zu finden ist. Flurnamen hatten für sehr lange Zeit und damit sind Jahrhunderte gemeint, diese Bedeutung eigentlich nur für die wenigen Leute, die in der jeweiligen ländlichen Region lebten. Im Zuge der Säkularisierung im frühen 19. Jahrhundert verwendet dann auch die öffentliche Verwaltung die Flurnamen, und zwar um in ihren Registern, den Katastern, die Eigentumsverhältnisse an landwirtschaftlich nutzbarer Fläche rechtssicher zu verschriftlichen. Da ist notwendig, weil diese Flächen zunehmend nicht mehr alle einfach der Kirche oder ein paar Adeligen gehören. Die neuen Eigentümer benötigen einen Nachweis, eine Urkunde, damit jeder sehen kann, was ihnen gehört, damit sie es etwa verkaufen oder vererben können. Die Verwaltung benötigt aber auch einen Ansprechpartner bei der Erhebung der Grundsteuer. Dabei werden die Flurnamen verhochdeutscht. Es entstehen die heute von Linguisten und Namensforschern manchmal verächtlich Katasterformen genannten Versionen der Flurnamen, die wir, oft ohne den Zusammenhang zu kennen, als Straßennamen verwenden. In einem frühen, dem Rheinisch-Westfälischen Urkataster, der sogenannten Mutterrolle, findet sich aus dem Jahr 1826 eine erste schriftliche Erwähnung des verhochdeutschten Flurnamens Kleinharnscheid. Ludger Stüfgen in Fischlaken besitzt Ackerland an Kleinharnscheid.
Vale
00:06:48
Dort endet dein Weg.
Hans
00:06:50
Der Umstand, dass Orientierung mit Hilfe von Straßennamen nicht alternativlos ist, auch, Stichwort Quadratsystem, in dicht besiedelten Städten nicht, der ist mir erst bei der Produktion dieser Folge bewusst geworden. Der Umstand wird in weiteren Folgen eine Rolle spielen, wie vielleicht auch folgendes. Wenn ihr jemandem einen Weg beschreibt, nennt ihr dann Straßennamen? Als ich nach Fischlaken gezogen bin, da habe ich meiner Schwester den Weg zu meiner Wohnung beschrieben als einen, der an einem Edeka-Markt und an einer weithin sichtbaren gelben Werbung einer Fahrschule vorbeiführt. Das Straßenschild kurz vor dieser leuchtenden Werbung hätte sie aus dem Auto heraus ja doch nicht sehen können. Was ist also jetzt das Signifikante, was die Flur Kleinharnscheid zum Orientierungspunkt gemacht hat? Einschub, etwas Signifikantes muss es nicht unbedingt geben oder nicht mehr. Landschaft verändert sich. Und Flurnamen können sich auch auf weniger Spektakuläres beziehen, etwa auf Besitzverhältnisse. Hier hätte der kleine Hof der Familie Harnscheid gemeint sein können. Heute ist alles ganz anders, aber früher wusste jeder Bescheid. Trotzdem, um eine nähere Beschreibung der Gegend, die den Kleinarnscheid umgibt, komme ich nicht herum. Oder hören wir einfach zu, was eine Frau, die nach dem Zweiten Weltkrieg hier aufgewachsen ist und was ihr Sohn, der heute im Kleinharnscheidt lebt, zu berichten haben.
Frau H.
00:08:34
Als ich ein Kind war, war ein bisschen polterig. Viele Steine noch und so weiter. Aber wir Kinder, wir haben überall gespielt. Wir haben uns Platz gemacht und und mit Knicker damals noch. Oder sei es, wir Mädchen Seilchen springen. Und das hat trotzdem, wir haben uns da schon irgendwie ein bisschen Platz gemacht.
Hans
00:08:58
Und dann erwähnt sie etwas, das es dem Kleinharnscheidt schon vor mehr als zehn Jahren vorherbestimmt hat, bei der Name der Straße Thema der ersten Folge zu sein.
Frau H.
00:09:09
Das ist noch keine direkte Straße, Straße überhaupt nicht gewesen. Das ist ja jetzt erst ein bisschen. Und ist ja auch keine durchgehende Straße. Es geht ja nur unten bis zum Loch, sagen wir immer da.
Hans
00:09:22
Ich lebe jetzt seit etwas mehr als zehn Jahren hier. Und ganz zu Anfang dieser Zeit erwähnte eine Bewohnerin des Altenheims, in dem ich arbeite, dass sie eben dort geboren worden sei. Im Loch.
Frau H.
00:09:34
Und wir sagen immer zum Loch, die Straße so runter.
Hans
00:09:37
Das Wort scheint etwas kaum mehr Gründliches. Ein mystisches Rätsel, ein ewiges Ende zu beschreiben. Und dort kann man geboren werden?
Herr H.
00:09:47
So nach 50, 60 Metern wird es wirklich auch recht steil, abschüssig.
Hans
00:09:53
Dort kann ein Kind spielen?
Herr H.
00:09:56
Mit dem Fahrrad schön, ja. Aber es war dann doch auch immer sehr, sehr beschwerlich, die Steigung wieder hoch zu strampeln. Mit dem Go-Kart habe ich mich das nicht getraut. Also da war die Steigung doch tatsächlich zu stark.
Hans
00:10:09
Ich war heute zum ersten Mal dort. Und was soll ich euch sagen? Was habt ihr euch auch schon gedacht? Es gibt ein Gefälle. Hinunter in eine Senke. Aber das Loch taugt nicht als Schicksalsort einer Sagengeschichte.
Herr H.
00:10:26
Heute wird im Winter, wenn es geschneit hat, im Kleinharnscheidt von der Stadt gar nichts gemacht. Also da sind die Anwohner gefordert, zu Schaufel und Besen zu greifen, die Mülltonnen, die normalerweise am Haus abgeholt werden,nach oben zur Ecke Fischlaker Straße zu stellen. In der Hoffnung, dass sie wenigstens dort geleert werden.
Hans
00:10:48
Aber von hier unten aus der Senke heraus kann man vielleicht nachvollziehen, was mit dem Flurnamen Kleinharnscheidt einst bezeichnet worden ist. Irgendwie muss ein Flurname sich doch auf die Topografie beziehen, auf Geländemerkmale, mit denen und vielleicht auch denen zum Trotz die Bauern hier ihre Arbeit zu erledigen hatten, dachte ich. ChatGPT wollte erst in eine andere Richtung. Harnscheid sei ein typisch bergisch-westfälischer Flurname. Scheid komme von Scheide, was Grenze, Wasserscheide oder Geländekante bedeute. Und Harn bzw. Har gehe sehr wahrscheinlich auf Höhe, bewaldeter Hang, raues Gelände zurück. Vor allem wollte die KI zunächst immer Besitzverhältnisse einflechten. Ihre Abschlusserklärung: Kleinharnscheidt bedeute sinngemäß der kleinere Hof oder die kleinere Wiedlung an der Geländescheide bzw. an einer Höhen- oder Grenzlage. Dieses griffig wirkende Urteil konnte ich aber weder auf den Karten und Luftbildern noch im Hier und Jetzt wiederfinden. Und irgendwie, so was knapp abgeschlossenes, nach hunderten von Jahren mündlicher Überlieferung im hiesigen Platt im Waddish. Mit einem Hinweis auf das Loch konnte ich die Diskussion dann widerstandslos hin zur Topografie lenken, was ChatGPT zu einem weiteren, fachlich vorsichtigen, aber klaren Fazit bewog. Es ging auch noch einmal zurück zu den Besitzverhältnissen als eigentlichem Namenshintergrund und wir würden heute noch herumeiern, wenn ich mich dann nicht einem Literaturtipp der KI zugewandt hätte. Dem Buch »Rheinische Flurnamen« von Heinrich Dittmaier 1963 in Bonn mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Rheinland herausgegeben. Das wird uns gleich eine Stippvisite in tiefere Gründe der Ortsnamenforschung, der Toponomastik, hinein erlauben. Das war übrigens auch der einzige der ersten sechs Literaturtipps von ChatGPT, der nicht komplett erfunden war. Ohne KI wäre ich hiermit wahrscheinlich nicht weitergekommen. Was mich aber nach dem Literaturtippdesaster wieder umgestimmt hat, war die folgende Erklärung. Ich hatte darum gebeten, eine solche für den Namen »Klein Harnscheidt« zu erfinden und dabei völlig faktenfrei vorzugehen.
Spruce
00:13:43
Der Name »Kleinharnscheidt« stammt aus einer alten Tradition, bei der eine kleine Haarlocke, die ein wandernder Barbier einst verlor, als Grenzmarkierung in Fischlaken diente. Diese Legende hielt sich so hartnäckig, dass man das Gebiet danach benannte.
Hans
00:14:01
Jetzt aber zu Heinrich Dittmaier, der übrigens nicht als Autor, sondern als Bearbeiter angegeben wird. Nach einem Aufruf zur Mitarbeit an einem rheinischen Flurnamenarchiv 1930 meldeten sich mehrere hundert Freiwillige. Lehrer, eine Lehrerin, Pfarrer, Verwaltungsangestellte, Vermessungssekretäre und so weiter. Drei Seiten des großformatigen Buches »Rheinische Flurnamen« sind mit deren Namen eng bedruckt. Ein erstaunliches Netzwerk. Im Hauptteil des Dittmaier, so nenne ich das Werk ab jetzt verkürzend, im Hauptteil werden Flurnamen oder Teile derselben in alphabetischer Reihenfolge bearbeitet. Es finden sich Informationen zur Verbreitung, zu Varianten, zum Schrifttum und zur Bedeutung. Scheid, nur mit D geschrieben. Die Form gibt es auch beim Kleinharnscheid. Der erste überlieferte schriftliche Eintrag in der Mutterrolle von 1826 etwa. Heute wird Kleinharnscheidt aber mit DT geschrieben. Unter den Verbreitungsformen finden sich solche Formen aber auch beim Dittmaier. Welche Bedeutungen werden dort für den Wortteil Scheid angegeben? Grenze, Scheide, Bergriedel. Die letztere wird als die wahrscheinlich vorherrschende eingeschätzt. Ein Bergriedel ist ein schmaler, länglicher, leicht erhöht liegender Geländerücken, der sich von einem Gebirgszug oder Bergkamm abzweigt. Dabei komme Scheid sehr häufig im Bergischen, sonst aber kaum vor. Wir sind hier in Fischlaken, im Ruhrtal. Und damit zwar nicht ganz, aber doch im Vorzimmer des Bergischen Landes. Die Landschaft steigt in Wellen hin zum Bergischen hinauf zwar an, aber diese Wellen sind sanft und fließend. In diesem sanften Auf und Ab kann einem auch der Tiefpunkt des Kleinharnsheidt nicht wie ein Tal vorkommen. In diesem sanften Auf und Ab ist dieser Tiefpunkt aber schon ein markantes Kennzeichen, von dem aus man nach oben blicken kann. Wenn man sich jetzt einige Arbeitssuchende aus dem Bergischen Land vorstellt, die richtige Geländerücken kennen und die hier im Jahre 798 am später das Loch genannten Punkt in Fischlaken stehen, den Kopf leicht anheben und sich sagen, ein richtiger Scheid ist das da oben nicht, aber vielleicht ein kleiner? Für diese Geschichte wäre die Senke im Kleinharnsheidt auch heute noch in ihrer Umgebung markant genug. Dumm nur! Wenige Meter weiter, Richtung Ruhr, noch etwas höher, beginnt die Straße am Schmalscheid. Aber da gibt es nun wirklich nichts, was auch nur im Entferntesten an eine leichte Erhöhung oder gar an einen Geländerücken erinnern könnte. Schöner Radweg, sanfte Abfahrt, Blick zum Baldeneysee, zu dem er hinabführt. Als Weg ist der Schmalscheid so unauffällig, nett, dass erstickt jeden Erklärungsansatz. Vergessen! Allerdings schmal und klein, da könnte ein ähnliches Muster dahinter stecken. Und vielleicht hat es hier ja mal anders ausgesehen. Links und rechts müssen sich nicht immer ebene Äcker befunden haben. Erstmal vergessen. Kleinharnscheid hat noch einen bisher vernachlässigten Wortbestandteil. Was sagt Dittmayer zu diesem? Zum Harn? Frage ich ihn gleich. Die Musik-KI Suno hat zunächst versucht, meine Textvorgabe zu einem Lied zu machen, das wie ein deutscher Eurovisionsbeitrag aus den frühen 80ern klingt. Musste sie ermahnen. Meine Vorgabe Punk hat sie auch falsch verstanden. Allerdings würde ich mich nicht wundern, wenn sich mein Handy beim nächsten Rock am Ring als Top-Act auf der Bühne wiederfinden würde... Zur Erinnerung. Möglicherweise haben Arbeitssuchende ihre Heimat heraufbeschworen und den Anblick der nicht ganz so sanften Erhebungen aus einer Bodensenke heraus zum Anlass genommen, die Gegend hier einen kleinen Scheid zu nennen. Oder es ist nur irgendeine Grenze gemeint. Die Wasserscheide können wir schon mal ausschließen. Denn hier fließt von überall alles zur Ruhe hin. Und was machen wir jetzt mit dem Wortbestandteil Harn? Dittmaier befragen. Und das ist leichter gesagt als getan. Denn bei vielen Wörtern oder Wortteilen, wie eben auch beim Harn, lässt sich vieles nicht mehr präzise bestimmen. Und man springt und wandert zwischen den Dittmaier-Artikeln herum, ohne einer eindeutigen Antwort so richtig näher zu kommen. Zu Harn werden zwei Bedeutungen angeboten. Die erste bezieht sich auf Har, womit die Pflanze Flachs bezeichnet wurde. Leinsamen, Leinöl und Leinen sind Produkte, die aus ihr gewonnen werden können. Ein weiteres Puzzleteil könnte folgendes sein. Lange war in Werden die Tuchmacherei, ein florierendes Gewerbe. Werden, unten an der Ruhr, war das beherrschende Zentrum. Dort war und ist die Abtei, welche unter anderem auch von Fischlaken aus versorgt wurde. Fischteiche der Abtei hat es jhier gegeben. Werden, lange selbstständig, hatte Stadtrechte seit 1317. Die Tuchmacherei ist seit dem 14. Jahrhundert ein wichtiges Gewerbe in Werden. Der Platz Werdener Feintuchwerke zeugt vom Ende des Gewerbes in dieser Region. 1964 wurden die Tore geschlossen. Heute ist hier ein großer, nicht übermäßig attraktiver Parkplatz. Weitere Belege für den Flachs im Kleinharnscheidt finde ich aber nicht, weshalb ich ihn als eine Möglichkeit liegen lasse. Dittmaier, Harn, die zweite Bedeutung ist ein Verweis auf den Artikel zu Horn. Zweite Bedeutung von Horn. Wieder ein Verweis auf hor. Das kommt vom Althochdeutschen. Kot, Schmutz, Sumpf. Könnte zur Bodensenke passen. Aber es wurde in der Flur Kleinharnscheidt Landwirtschaft betrieben. Ihr erinnert euch an den Bauern Stüfgen. Heute ist eine Straße in der Nähe nach ihm benannt, und daher, mit Sumpfland wird er seinen Besitz wohl nicht erweitert haben. Aber ... Das ehemals sumpfige Gelände in der Bodensenke könnte ja 1826 dank moderner Entwässerungsmethoden landwirtschaftlich nutzbar geworden sein. Etwa 100 Jahre später konnte man Luftbilder machen. Diese und Landkarten, auch solche aus eben jener Stüffgenzeit, etwa die älteste, die sogenannte Honigmann-Karte von 1803 bis 1806 erstellt, das alles kann man im Geoportal Essen einsehen. Auf dem dort unter Luftbilder 1925 bis 1930 zu findenden Foto erkennt man, jetzt mal von oben gesehen, die mittlerweile Kleinharnscheidt genannte Straße führt in ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Man sieht aber auch deutlich die genutzten Flächen. Die Äcker und Felder sind erkennbar kleiner zugeschnitten als andere Parzellen, etwa im Nordwesten, da, wo der schon erwähnte Schmalscheidt entlang führt. Anders als diese, die sich eher nach Nordwesten ausrichten, richten sich die Längsseiten der Nutzflächen im Kleinharnscheid eher nach Nordosten aus, was dem Verlauf der Senke entspricht. Nun, ein Blick auf die Honigmann-Karte und auf die von 1823 im Geoportal. Die Flur Kleinharnscheidt ist damals fast komplett bewaldet. 1823 ist der Hof des Bauern Stüffken in Nachbarschaft der Schule, die dort wohl schon immer war und auch heute noch ist. Der Hof des Bauern Stüfgen aber war etwa dort eingezeichnet, wo heute die Straße Kleinharnscheidt in östliche Richtung von der Fischlaker Straße abzweigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird wieder alles anders sein. Der Kleinharnscheidt verändert sich zu einer Wohnstraße hin. Die landwirtschaftliche Nutzung findet eher nebenbei in den Gärten statt.
Frau H.
00:25:48
Wir hatten zum Beispiel einen ziemlich großen Garten. Das war das Hobby meiner Mutter. Die Mutti war dann immer, da musste ich auch ein bisschen helfen, Unkraut ziehen. Und wir hatten Hühner. Und die war dann nachher so bekannt. Und dann hat sie die Eier auch verkauft. Und die waren lecker, sind ja richtig frische Eier gewesen. waren richtig lecker. Dann riefen sie schon an oder vom Schützenverein. Wir waren ja auch im Schützenverein, da war Mutti auch schon mal Königin. Und dann, ach Frau Bergen, wir haben gar keine Eier mehr und so. Ja, ich kann nicht mehr geben, wie sie legen. Das ging dann eben nicht.
Hans
00:26:23
Und da, wo Bauer Stüfgen seinen Hof hatte, wird nach dem Zweiten Weltkrieg eingekauft.
Frau H.
00:26:30
Wenn man überlegt, die kleine Ecke geht es da von uns. Da, wenn du den Kleinharnscheidt hochkommst und dann bist, da waren zwei Bäcker, ein Metzger. Und Schürmann hat ja auch alles Mögliche.
Herr H.
00:26:46
Das kenne ich auch. Schürmann ist mir auch noch ein Begriff. Das war so ein, heute würde man sagen, so ein Tante-Emma-Laden. Da bin ich dann als Kind zum Einkaufen geschickt worden, einmal zu diesem Laden Schürmann. Wenn man auf dem Kleinharnscheidt rauskommt, rechts, da steht jetzt ein Neubau.
Hans
00:27:00
Zurück ins Jahr 1826. Bauer Stüfgen, expandiert. Vielleicht gibt es tatsächlich verbesserte Entwässerungsmethoden. Folgt man dem Waldstück, das am Kleinharnscheidt beginnt, in nordöstlicher Richtung mit den Augen, sieht man eine Papiermühle, die das bei Rodungen anfallende Holz verarbeiten könnte. Knappe 50 Jahre später benötigt auch die Zeche Pörtingsiepen, wahrscheinlich eine Menge Holz. Denn Schacht 2 wird abgeteuft, in Nachbarschaft der Papiermühle. Eine Karte aus dem Jahr 1928 weist im Bereich Kleinharnscheidt nur noch einige dünne Streifen Waldes aus. Und jetzt zurück zum Dittmaier. Bedeutung 1 von Horn habe ich übrigens nicht für den Tusch-Effekt zurückgehalten, sondern weil ich erst meine Entwässerungsmethodentheorie darlegen wollte. Im Niederbergischen bedeutet Horn eine vorspringende Waldspitze. Später dann auch überhaupt jeden spitz zulaufenden Flurteil. Damit kann man die von ChatGPT in den Vordergrund gezogenen Wortteile Haar und Hard umspielen. Denn die können Bergwälder oder bewaldete Höhen bezeichnen. Aber Höhen in die hiesige Landschaft hineinzudeuten, das habe ich vorgeführt, das fällt schon schwer. Unmöglich ist es aber, sich einen auf diese Höhen isolierten Wald zu denken. Ein spitz zulaufendes Waldstück kann man sich hier hingegen vorstellen. Den auf den alten Karten im Geoportal Essen im Bereich von Flur bzw. Straße Klein-harnscheidt erkennbaren Wald würde ich aber eher nicht als spitz zulaufend beschreiben. Aber Bewaldung kann sich verändern, was wir in eine andere Richtung gerade verfolgt haben. Klein ist der Wald übrigens auf den Karten auch nicht. Die Größe kann sich auch verändert haben. Man kann aber auch noch das so sicher verständlich wirkende Klein hinterfragen. Zum Stichwort Klei vermerkt der Dittmaier zähe Erde, Lehm und Ton. ChatGPT verweist darauf, dass in Fischlaken der Untergrund geologisch zum rheinischen Schiefergebirge gehöre und Lehm und Ton daher im Boden nicht auszuschließen seien. Und Dittmaier nochmal, das Wort Klei lässt sich als Bestimmungswort, nicht von Klein und Klee trennen. Klein könnte eine Verkürzung sein vom Kleiernem-Harnscheidt. Und jetzt nochmal zurück zum Scheid, der ja nicht nur den Bergriedel, sondern auch eine Grenze bezeichnen konnte. Wenn man sich die älteren Karten anschaut, gab es in Fischlaken früher sehr viel mehr Wald. Eher halbe-halbe im Vergleich zu den Feldern. Die länger gezogenen, schmaleren Waldstücke könnte man damals als Grenze verstanden haben. Also erneut nur ein, aber fast schon abschließendes Zwischenfazit. Kleinharnscheidt war eine Flur, die ein in Vorzeiten spitz zulaufendes Waldstück aufwies. Der Streifen Wald war eine Grenze, er trennte Bereiche, die landwirtschaftlich genutzt wurden. Die Bodenbeschaffenheit war eher lehmig. Nochmal ein Blick auf die alten Landkarten. Ein sehr schmales Waldstück. Das entspringt auf diesen alten Karten in nordwestlicher Richtung, direkt dem Wald am Kleinharnscheidt. Heute verläuft dort die Bernhardstraße. Und denkt bitte an das Bergerriedelgegenargument. Der Weg am Schmalscheid. Der verläuft erst neben dem schmalen Waldstück. Und dann in leicht nordöstlicher Richtung davon weg. Wenn Scheid hier Grenze bedeutet, das schmale Waldstück könnte als eine solche gesehen worden sein. Und der Weg Am Schmalscheid passt mit seinem Namen auf einmal ins Gesamtbild. Wie zuvor erwähnt, eine sehr schöne, angenehme Fahrradstrecke. Einmal fahre ich den Schmalscheid noch mit euch hinunter. Durch einen weiteren ausgedünnten Baumbestand bis zum Baldeneysee. Weil es den erst seit 1933 gibt, müssen wir ihn wegdenken. Und wir sehen 100 Meter fruchtbare Wiesen bis hin zur Ruhr. Ein letztes Mal schicke ich euch in dieser Folge gedanklich zurück. Erinnert euch ChatGPT hatte sich bei der Erklärung des Namens Kleinharnscheidt ein wenig von mir herumschieben lassen. Von den Besitzverhältnissen zur Topografie und wieder zurück. Zurück geht es hier jetzt nicht mehr. Also, mich haben die topografischen Erklärungen jedenfalls überzeugt. Aber wenn ihr jetzt nach links schaut, hinter den Bäumen, schon wieder waldähnliches. Dahinter ist eine Straße namens Harnscheidts Höfe. Hier befanden sich einst die Höfe Oberer und Unterer Harnscheidt. Und natürlich lasse ich mich nach all den schlüssigen Erklärungen nicht davon abbringen. Hier gibt es zwei Gebiete, also Fluren. Eines davon etwas näher an der Ruhr. Es gibt ein spitz zulaufendes Waldstück, das als Grenze empfunden werden kann. Und ansonsten zur Frage, ob Flur oder Familienname zuerst da waren, stelle ich mich jetzt auch in Sachen Lügengeschichte, dem Duell mit ChatGPT. Vom Waldrand runter zur Ruhr gibt es wegen der regelmäßigen Überschwemmungen sehr fruchtbare Wiesen. Die Milch, die die Kühe hier geben, ist legendär. Als Herbert von Brodpauss zu Klethen, der Pächter des Harnscheids, 821 erstochen in einer kleinen, engen Nebenstraße im aufstrebenden Werden vorgefunden wird, da hatte er keine Erben. Gleichzeitig musste es schnell gehen. Der Hof hatte eine Menge Mitarbeiter. Man munkelte, dass eigentlich, sowieso ein Angestellter des Herrn von Brodpauss zu Klethen, die schwierigen Geschicke der Viehwirtschaft gelenkt und damit verantwortlich gewesen war für die Güte und den Ruf der Milch. Der Abt war in großer Sorge, und er besprach sich mit seinem grimmigen Pachteintreiber. Ja, er wies diesen, vor dem er sich eigentlich selbst fürchtete, trotzdem unmissverständlich an, dass er eine für den nachnamenlosen Angestellten günstige Regelung zu finden habe. Und so kam dieser, nennen wir ihn Edgar, so kam er zu seinem Nachnamen, Edgar Harnscheid. Der war in Sachen Viehwirtschaft und auch bei der Erzeugung wohlgeratenen eigenen Nachwuchses so erfolgreich, dass es einige Jahre später der Pachteintreiber selbst war, der dem Abt naheliegte, den Herrn Harnscheid irgendwie in den Adelsstand erheben zu lassen, um eine Erbpacht zu ermöglichen und so den unablässigen Nachschub allerbester Milch zu gewährleisten. Und tatsächlich, die Milch hier galt lange als so gehaltvoll, Genesende, vor allem Kinder auf dem Weg der Besserung, wurden nicht aufgepäppelt. Sie wurden geharnscheidtet. Hinter der hiermit noch einmal eindeutig als frei erfunden, gebranntmarkten Familiennamen-entstehungsgeschichte steht aber die Frage, was zuerst da ist. Ein Flur oder der Familienname? Denn denkbar wäre ja auch, ein Landwirt namens Harnscheidt, der dem späteren Abt und Bischof Ludger, dem Gründer der Werdener Abtei von Friesland aus, hinterher zieht, der hier in Fischlaken beginnt, ein wie auch immer oder auch gar nicht bezeichnetes Gebiet erfolgreich zu bewirtschaften und das Gebiet übernimmt dann seinen Familiennamen. Aber auch ChatGPT hat mir heute, jetzt auf einmal! und schon wieder recht gegeben. Die Flurnamen waren hier zuerst da und damit Basta!. Und noch ein letztes leises Aber. Beim ersten auffindbaren Eintrag des Familiennamens Harnscheidt wird diesem kein Unter- oder Ober vorangestellt. Der Eintrag ist datiert auf den 7.12.1590. Er lautet: Teilung des Besitzes der verstorbenen Witwe Wever zu Scheven durch Los unter Johann Harnscheidt, Nikolas Hoppenbreuer, Johann in der Eue, Ludger in der Preutenborbeck, Caspar zu Scheven. Was für tolle Namen. Viel mehr davon und diesen Eintrag im Findbuch 800. Den Link zur PDF-Datei beim Geschichts- und Kulturverein werden findet ihr, wie alle Literaturhinweise, in den Show Notes, falls ihr weiter stöbern möchtet. Irgendwann danach haben dann möglicherweise die Harnscheidts ihren Hof geteilt, so dass aus dem Flurnamen Harnscheid zwei Hof und wie wir gleich sehen werden, auch zwei Familiennamen wurden. Nebenbei, 1922 wurde auch hier eine Straße benannt, die hieß ab dem 2.6. jenen Jahres Harnscheids Höfe. Und damit fand vielleicht auch eine späte Art von Familienzusammenführung statt. Alle anderen Namensnennungen, die ich gefunden habe, beziehen sich entweder auf die Unter- oder die Oberharnscheids. Naja, die betreffend habe ich nur eine Zeitungsmeldung gefunden. Dafür wird dort aber ein repräsentierender Auftritt beschrieben. Die Düsseldorfer Bürgerzeitung vom 3.09.1892 berichtet, dass der Ökonom Oberharnscheidt aus Fischlaken Teil einer Delegation ist, die dem Erzbischof bis Düsseldorf entgegenfahren darf, um ihn von dort zurück nach Werden zu begleiten, wo er feierlich empfangen wird. Einige andere Zeitungseinträge, alle Ende des 19. und zum beginnenden 20. Jahrhundert datiert, erwähnen die Unterharnscheidts, die als Geschworene auftreten, im Handelsregister auftauchen oder als Bezugsquelle für Bullrichsalz Erwähnung finden. Hinaus will ich aber auf einen Eintrag in der Honnefer Volkszeitung vom 19.06.1910. Der beschreibt möglicherweise ein Ereignis, das das endgültige Ende der hervorgehobenen gesellschaftlichen und landwirtschaftlichen Stellung der Harnscheidts bedeutet hat. Vollstrecker oder doch wenigstens derjenige, der dahinter stand, ist Träger des ersten Großnamens, der in dieser Folge fällt. Einer mit weltgeschichtlichem Klang. Alfred, der Vater des Trägers, hat 1873 am anderen Ufer der Ruhr gebaut, die weithin und auch vom Unter Harnscheidt aus sichtbare Villa Hügel. Der Schwiegersohn, Gustav, findet in der Meldung der Honnefer Volkszeitung Erwähnung. Ich zitiere. Danach hat Herr Krupp von Bohlen Halbach das auf der linken Ruhrseite gegenüber der Villa Jügel zu der Gemeinde Fischlaken gehörende Gelände von insgesamt 400 Morgen zum Preis von ungefähr einer Millionen Mark erworben. Das Gelände umfasst den 150 Morgen großen Besitz des Gutsbesitzers Woeste, das 157 Morgen große Gut der Witwe Unterharnscheid und noch ein paar kleinere Grundstücke füge ich zusammenfassend hinzu. Der Anteil der Witwe Unterharnscheid an der Millionen wird im bevorstehenden Ersten Weltkrieg schnell an Wert verloren haben. Während Herr Krupp am Ersten Weltkrieg kräftig verdiente und wohl auch 20 Jahre später durch den Besitz der Nachbargrundstücke oder wohl doch eher des gesamten seiner Villa gegenüberliegenden Ruhrufers seinen Reibach machen und Einfluss nehmen konnte beim Bau des Baldeneysees. Das mag ich bei der Weltgeschichte oder bei meiner Herangehensweise an diese irgendwie nicht. Ein Name, ein paar Sätze und fertig ist das Gesamturteil. Aber jetzt passte das irgendwie als bündiger Abschluss. Wenn ihr mehr regionalgeschichtliches von mir hören wollt, neue Folgen von "Der Name der Straße" gibt es an jedem dritten Freitag des Monats. Auf Facebook und Instagram ist der zielführende Link wegen des ß, das zum doppelten S wird und wegen der vielen Unterstriche nicht aussprechbar. Aber Links dorthin finden sich nicht nur in den Shown Notes, sondern auch auf meiner ebenfalls dort verlinkten und ebenfalls nicht aussprechbaren Website. Wer noch den 80er Jahre Eurovisionstauglichen Song, den die Musik-KI Suno zu meinem Kleinharnscheidtstext ausgeworfen hat, hören will, musikalisch lohnt es sich eher nicht, aber dann und wann grinsen konnte ich beim ersten Hörern schon. Kein Maßstab. Naja. Am einfachsten wäre es, wenn ihr die nächsten Episoden auch hören wollt: Ihr betätigt auf der Podcast-Plattform eurer Wahl den Folgen-Button hin zu "Der Name der Straße".